LOKICHOGGIO

Karte Kenia

Die Herausforderung: Überleben sichern in karger Natur

Die Gemeinde Lokichoggio in Kenia, das ehemalige Grashüttendorf der Turkana, liegt im äußersten Nordwesten des Landes in einer Trockensavanne. Der Krieg im Südsudan brachte dem Ort einen temporären Aufschwung. Er diente als Operationsbasis für viele humanitäre Organisationen, die mit Kriegsende jedoch wieder abzogen und den Ort in die ursprüngliche Bedeutungslosigkeit zurückfallen ließen. Die Temperaturen sind extrem hoch, die Niederschläge minimal. Es gelingt den Menschen kaum, der Natur auch nur das Allernötigste zum Überleben abzutrotzen. Wer Glück hat, besitzt ein paar Ziegen. Wasser gibt es gegen Bezahlung an oft weit entfernten Brunnen. Vielfach sind es die Kinder, die es von dort herbeischleppen. Die meisten Menschen in Lokichoggio leiden unter Mangelernährung und damit verbundenen Krankheiten.

Ich erhielt eine Auszeichnung für meinen Einsatz für Moringa

Rebecca Rebecca war als eine der ersten beim Moringa-Farming-Projekt dabei. Sie hat das Potenzial des Moringa-Baumes für die Region erkannt und wurde zur Vorreiterin und starken Stimme für dessen Anbau. Inzwischen wird sie von allen nur noch „Mama Moringa“ genannt. Sie berichtet:
„Früher hatte ich Probleme mit Nierenversagen, Herzattacken und schlechten Blutwerten. Seit ich regelmäßig Moringa als Tee oder Gemüse zu mir nehme, habe ich keine gesundheitlichen Probleme mehr. Daher kämpfe ich auch, wenn es Rückschläge gibt, mit allen Mitteln um das Überleben der Pflanzen. Als einmal wegen akuter Wasserknappheit die Pflanzen bei mir zu Hause und auf unserem Feld in Lopiding vertrockneten, hielt ich einige wenige Pflanzen am Leben. So hatten wir Samen für bessere Zeiten. Auch mit Termiten, die die Stämme anfressen, um Wasser zu finden, kämpften wir schon. Für meinen besonderen Einsatz zeichnete mich die Moringa Farmers Initiative mit einem Zertifikat für Exzellenz aus.“